IWW – Industrial Workers of the World – Die Wobblies

Wir sind die Wobblies Kassel

Endlich gibt es auch eine Ortgruppe der Wobblies in Kassel. Am Samstag, dem 07. Juli haben wir uns in Kassel gegründet. Unter anderen wurde auch die Erstellung dieser Website beschlossen, mit der wir fortan über unsere Aktivitäten in Kassel, aber auch über Aktivitäten für die Rechte der arbeitenden Bevölkerung, über den Tellerrand hinaus, aufmerksam machen wollen.

Wir, die Wobblies Kassel werden nicht die Augen davor verschließen, wie die arbeitende Bevölkerung auch in Kassel, tagtäglich ihre Arbeitskraft dafür einsetzt, dass andere sich an ihr bereichern. Die sich den Mehrwert der Arbeit in die eigene Tasche stecken, ohne sich einen Dreck darum zu scheren, wie es um die Lebens- & Arbeitssituation ihrer Beschäftigten bestellt ist.

Wir, die Mitglieder der Wobblies verstehen uns nicht als handelsübliche Gewerkschaft, sondern packen unsere Probleme selbst an. Dabei unterstützen wir natürlich jede Initiative die aus den Betrieben heraus, von den dort Beschäftigten an uns herangetragen werden.

Wir sind kein Versicherungsunternehmen mit garantierter Minimallohnsteigerung. Wir kämpfen, ohne Stellvertreter für unsere Interessen. So behalten wir auch unsere Ziele besser im Griff. Denn wir sind der Meinung, dass nur die Beschäftigten selbst wissen können, was sie wollen und das deshalb auch nur sie wirkliche Verbesserungen erreichen können.

Wir halten nichts von der sogenannten Sozialpartnerschaft! Wir meinen, dass es keine gemeinsamen Interessen zwischen Arbeitern und ihren Chefs, Aktionären und anderen Ausbeutern geben kann. Die sogenannte Sozialpartnerschaft hat letzlich nur dazu geführt, dass heute einige wenige sehr reich und eine immer größere Gruppe abhängig Beschäftigter immer ärmer geworden sind. Immer mehr Menschen sind auf die menschenunwürdigen HartzIV Regelsätze angewiesen.

In der sogenannten Sozialpartnerschaft zahlen am Ende immer wir! Deshalb reicht es nicht aus, dass wir Stellvertretern unsere Belange überlassen. Die Wobblies sind mehr als nur eine Gewerkschaft. Jeder und jede abhängig Beschäftigte kann bei uns mitmachen, wenn sie erkannt haben, dass es ander Zeit ist seine Interessen – selbstbestimmt – in die eigenen Hände zu nehmen.

An dieser Stelle wird die Ortsgruppe der IWW-Industrial Workers of the World Kassel über ihre Aktivitäten informieren und zu ihren Treffen einladen! <!–03425143–>

Ein Gedanke zu „IWW – Industrial Workers of the World – Die Wobblies“

  1. Der Ansatz, dass wir uns um das, was uns angeht auch selbst kümmern ist auch nach meiner Meinung richtig. Das erfordert dann aber nach meiner Meinung auch eine Beschränkung auf den regionalen Bereich. Es ist durchaus vorstellbar, dass Menschen, die an der Meeresküste leben, einen anderen Lebensstil bevorzugen als Menschen, die im Binnenland oder in gebirgigen Regionen leben.
    Je größer eine Gesellschaft wird, desto eher ist es schwer, Übereinstimmungen und Kompromisse zu finden, desto mehr Regeln, Gesetze und Verordnungen werden eingeführt.
    Mich wundert es allerdings, wenn hier mit englischen Werbesprüchen gearbeitet wird, wir leben im deutschsprachigen Raum und können eigentlich auf unsere sehr präzise Sprache durchaus stolz sein, das würde ich persönlich vielleicht noch ändern, es stört mich auch im Alltag in vielen anderen Bereichen, dass so viele Kunstwörter oder fremdsprachige Wörter verwendet werden, vom Coffee to go über die White-Paper-Solutions hin zu den stone-washed Jeans und dem shareholder Value Denken … was um Himmels willen ist an solchen Wortmonstern (Wortungetümen) gut?

    Gewerkschaften sind von der Sache her eigentlich gut, wenn die oberen Funktionäre jedoch aufgrund eines unnötig hohen Entgeldes sich zu sehr von der Basis abgelöst haben, dann sollten sich solche Gewerkschaften von der untersten Mitgliederebene neu aufstellen und dann mit einer Führung, die auch von der Entlohnung her mit den Füßen auf dem Teppich bleiben.

    Über die Jahre hat sich Europa und die meisten anderen Länder dieser Welt in einem Wust von Gesetzen verheddert, eingesponnen, es wurden große Ungleichheiten und auch Ungerechtigkeiten zementiert, festgeschrieben und damit Machtungleichgewichte verfestigt, durch welche unsere Welt zu dem geworden ist, was sie jetzt ist und was wir durch unser Wegschauen zulassen und dulden.

    Einen Punkt halte ich für sehr wichtig, besorgt Euch eigene Kleingärten, Schrebergärten, pflanzt eigene Lebensmittel an, auch daraus erwächst eine Art Unabhängigkeit, wer eigene gesunde Nahrung anbauen kann, sieht die Welt anders, man kann den Unterschied zwischen Industriegemüse und eigenem Gemüse schmecken, viel zu wenige wissen das überhaupt noch.

    Viele Grüße aus Korbach nach Kassel sendet Euch
    Volker Schmidt

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